Wie wir arbeiten

Wir arbeiten im Projektgebiet mit dem gemeinnützigen Verein „Rabetat Asdeqa Helat Albeer“ zusammen, der sich für die Verbesserung der Bildung und Gesundheitsversorgung der Menschen und der Infrastruktur in der Region Sinnar einsetzt. Begonnen hat der Verein vor mehr als drei Jahrzehnten als Studenteninitiative, die durch Nachmittagsunterricht und Unterrichtsangebote in den Ferien die Schüler in Hilat Al Bir beim Lernen unterstützt hat. Mit der Zeit ist aus der Initiative ein Verein geworden mit dem Ziel die Lebensbedingungen im Ort zu verbessern. Gemeinsam mit der Gemeinde wurden verschiedene Projekte realisiert, wie den Bau von Brunnen, den Anschluss des Dorfes an das Stromnetz und den Bau einer befestigten Schotterpiste zur nächsten Stadt Sinnar.

Wir arbeiten nun seit mehr als fünfzehn Jahren mit dem Verein erfolgreich zusammen. Die Mitglieder des Vereins sind in sehr hohem Maße engagiert und haben sich als absolut verlässlich erwiesen. Alle Mitglieder arbeiten ehrenamtlich und werden in ihrer Arbeit von der Bevölkerung unterstützt. Ein großer Vorteil der Zusammenarbeit ist, dass der Verein mit den örtlichen Bedingungen sehr vertraut ist. Durch die bisher geleistete Arbeit genießt der Verein hohes Ansehen in der Region. Das schafft Vertrauen und fördert den direkten Austausch mit den Menschen, die von unseren Projekten profitieren.

Lokaler Bedarf als Ausgangspunkt

Um mit begrenzten Mitteln möglichst viel zu erreichen, planen wir unsere Projekte sehr sorgfältig. Ausgangspunkt sind stets die konkreten lokalen Bedürfnisse, die wir im Austausch mit den Gemeinden und dem Projektträger vor Ort ermitteln. Inzwischen sind wir in der Region bekannt und Vertreter verschiedener Gemeinden kommen zu uns und dem Partnerverein mit der Bitte zu helfen. Wir verschaffen uns einen Eindruck von der Situation vor Ort und der Bereitschaft der Bevölkerung, an den Maßnahmen mitzuwirken. Es handelt sich dabei oft um Dörfer, die in Eigeninitiative versucht haben Schulen zu bauen und auf Unterstützung hoffen. Die Informationen der Gemeindevertreter werden überprüft und Projekte wie beispielsweise Schulbau mit denen eine nachhaltige Verbesserung der Lebensumstände erreicht werden kann, werden ausgewählt.

Alle Dörfer, die an einem Projekt teilnehmen, werden verpflichtet Eigenleistungen durch Arbeitseinsätze bereitzustellen. Dazu gehört die Breitstellung von Grundstücken für den Bau, Die Beantragung von Genehmigungen für den Schulbau, Unterstützung der Behörden und des Projektträgers bei der Erhebung von Daten. Vorbereitung und Erschließung der Grundstücke. Durchführung der für den Bau notwendigen Bohrungen. Breitstellung von Mahlzeiten und Getränken sowie Unterkünften (bei Bedarf) für das Baupersonal. Beschaffung von Wasser (die meisten Dörfer haben nur Wasser für eine kurze Zeit am Tag). Wässerung von Beton und Verputz.

Projektablauf

Innerhalb unserer Projekte werden vor Ort für jede geplante Maßnahme Kostenvoranschläge eingeholt. Diese werden vom Partnerverein im Sudan zunächst geprüft und dann an uns weitergeleitet. Wir entscheiden dann, ob und wie die geplante Maßnahme durchzuführen ist.
Die für das Projekt bestimmten Gelder des Vereins werden dann phasenweise abhängig vom Projektfortschritt überwiesen. Der Projektstatus und die Projektentwicklung werden anhand von Fotos/Videos dokumentiert. Nach Abschluss eines Projektes werden die Kosten aufgelistet und die Rechnungen an den Verein geschickt.
Unsere Vertrauenspersonen koordinieren das gesamte Projekt und organisieren die Arbeiten vor Ort. Sie arbeiten völlig unentgeltlich und werden dabei von vielen Dorfbewohnern unterstützt. Die Vertrauenspersonen sind in Hilat Al Bir sehr angesehen und geniessen das Vertrauen der Menschen im Ort.